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Vernetzungsmöglichkeiten

Personen zum Austausch über die eigene Forschung zu finden ist in der Promotionsphase entscheidend. Promovierende, die nicht an einem Lehrstuhl oder in einem Forschungsprojekt beschäftigt sind, stehen hier oftmals vor besonderen Herausforderungen. Aber auch an einem Lehrstuhl/Institut/Fachbereich gibt es nicht immer die passende bzw. den passenden Ansprech- bzw. Austauschpartner. Dass diese Herausforderung bekannt ist, zeigen die bereits etablierten Portale und Listen sowie Methodenveranstaltungen, die mittels der Selbstbeschreibung gelistet sind:

  • “Die Mailingliste Qualitative Sozialforschung (QSF-L) ist ein elektronisches Austausch-, Informations- und Kontaktforum für Qualitative Sozialforschung, das seit April 1999 besteht. QSF-L ist offen für Teilnehmende unterschiedlicher Disziplinen und Wissenschafts- und Praxisfelder, die mit qualitativen Methoden arbeiten bzw. sich über qualitative Sozialforschung informieren oder austauschen wollen.”
  • Netzwerkportal Qualitative Sozialforschung: “Das Portal möchte den (niedrigschwelligen) Austausch zwischen qualitativ Forschenden fördern.” Hierzu gibt es folgende Angebote: “sich im Forum über Erhebungs- sowie Auswertungsmethoden oder sonstige weitere Themen der qualitativen Sozialforschung austauschen. (…) sich mit weiteren qualitativ Forschenden über Freundschaftsanfragen vernetzen, ihnen Privatnachrichten senden. (…) sich zu Gruppen (Analysegruppen, Forschungswerkstätten, Kolloquien, etc.) zusammenschließen und sich darin ebenfalls über ein internes Forum austauschen.” Zudem werden CfP gesammelt und veröffentlicht, es gibt die Möglichkeit eigene Forschung via online-Posterpräsentation kommentieren zu lassen und es gibt eine Erfahrungsdatenbank zu Tagungen/Workshops/Weiterbildungsveranstaltungen.
  • “Das Berliner Methodentreffen Qualitative Forschung ist eine einmal jährlich ausgerichtete Veranstaltung, die sich an alle wendet, die in ihren Qualifikationsarbeiten (Diplom, Dissertation, Habilitation) oder in ihren Forschungsarbeiten mit qualitativen Methoden arbeiten oder die generell an qualitativer Forschung interessiert sind.”
  • “In der Tradition des Magdeburger Methodenworkshops zur Qualitativen Bildungs- und Sozialforschung wird in unterschiedlichen Arbeitsgruppen Datenmaterial bearbeitet. Der Workshop bietet insbesondere NachwuchswissenschaftlerInnen, aber auch erfahrenen qualitativ Forschenden ein Forum, in dem sie unter fachlich kompetenter Anleitung durch bundesweit anerkannte ForscherInnen an eigenem oder fremdem Datenmaterial aus aktuellen Projekten arbeiten können.”

Diese Liste ist sicherlich nicht vollständig, weshalb ich mich über Anregungen sehr freue (veröffentlichen werde ich allerdings nur nicht-kommerzielle Angebote!).

Zudem sei darauf hingewiesen, dass die meisten Universitäten auch interne Workshops zu Methoden über Graduiertenschulen bzw. -zentren anbieten. Zudem gibt es an fast allen Universitäten Beauftragte bzw. Referenten/Referentinnen für den wissenschaftlichen Nachwuchs, die über die Programme an der eignen Universität sehr gut informiert sind – und sich zudem meist freuen, wenn sie Anregungen für Bedarfe erhalten.

Isabel Steinhardt
Isabel Steinhardt

OpenEdition schlägt Ihnen vor, diesen Beitrag wie folgt zu zitieren:
Isabel Steinhardt (8. September 2017). Vernetzungsmöglichkeiten. Sozialwissenschaftliche Methodenberatung. Abgerufen am 17. Oktober 2026 von https://doi.org/10.58079/uipa


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